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„Ich habe einen Auf-Schluck“

Pauline Spano schaukelt Kita-Kinder

Erlebnisse von Pauline Spano im Freiwilligen Sozialen Jahr

Pauline Spano absolviert in der Sonja-Kill-Inklusionskita ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Sie hat uns von ihren Eindrücken und Erlebnissen in einem Interview erzählt.

Pauline, was hast du vor dem FSJ gemacht?

Ich war auf dem Konrad Adenauer Gymnasium in Bad Godesberg und habe 2016 Abitur gemacht. Dann wusste ich nach dem Abi nicht genau, welchen Weg ich einschlagen wollte: Studium? Ausbildung …?

… und dann hast Du Dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden, warum?

Ich brauchte, wie gesagt, etwas Zeit, um eine Entscheidung zu treffen, was möchte ich eigentlich. Über den FSD-Köln (Freiwillige soziale Dienste im Erzbistum Köln) kam ich auf die Bereiche Kita und Grundschule. Das hat mir zugesagt. Zunächst sollte ich in der Kita von Herz Jesu eingesetzt werden, aber die Sonja-Kill-Kita hatte mehr Bedarf, so kam ich hierhin.

Erfahrung mit kleinen Kindern hatte ich schon, ich habe drei jüngere Geschwister und habe auch oft „babygesittet“. Ich konnte mir diese neue Aufgabe hier sehr gut vorstellen und habe es mir von Anfang an zugetraut.

Was sind deine Aufgaben in der Kita?

Ich bin im U3-Bereich im Grunde eigentlich für alles mitverantwortlich: Morgens die Kinder empfangen, gemeinsam frühstücken, mit den Kindern spielen, mittags zu Bett bringen, bei Veranstaltungen der Kita mithelfen.

Was beeindruckt dich in der Kita am meisten?

Erstaunlich, wie viel die Kinder im U3-Bereich schon begreifen und wie schnell sie lernen. Außerdem beeindruckt mich die Strukturiertheit in der U3-Gruppe und wie gut der Tagesablauf funktioniert.

Was gibt dir die Arbeit in der Kita? Was kannst du zurückgeben?

Der Einblick in die Arbeitswelt ist für mich sehr wichtig. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen gefällt mir richtig gut, wir helfen uns gegenseitig, springen ein bei Krankheiten oder Engpässen. Schön ist, den Zusammenhalt zu spüren. Ich merke, wie sehr es Spaß macht, zu geben, mich einzubringen und mich begeistert die Offenheit und das Zusammensein hier. Ich habe wirklich großen Spaß bei der Arbeit, freue mich schon Sonntagabend auf die Kinder. Und habe so viel zu lachen. Letztens hatte ein Junge Schluckauf. Er grinst mich an und sagt „Ich habe einen Auf-Schluck“, das sind die Momente, die sind unbezahlbar.

Was wirst du nach deinem FSJ machen? Hast du schon eine Idee und hat dich die Arbeit in der Kita dabei beeinflusst?

Nach meinem FSJ werde ich ein Grundschullehramtsstudium an der Uni Koblenz beginnen. Die Arbeit in der Kita und mit den Kleinsten hat mich darin bestärkt, diesen Weg zu gehen und ich freue mich sehr auf das Studium, auch wenn ich jetzt schon der Zeit hier hinterher trauere und vermissen werde.

Wie lange geht dein FSJ noch?

Noch bis zum 14. September 2018.

(Interview: Claudia Prinz-Ostkamp, Frederic Arntz; Fotos: Katharina Weich)