Angela Möger ist die neue Koordinatorin unserer Ambulanten Demenzhilfe
Im Juli 2023 startete Angela Möger als Mitarbeiterin unserer Ambulanten Demenzhilfe. Knapp drei Jahre später ist die gebürtige Bad Godesbergerin nun Koordinatorin dieses wichtigen Angebots für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Im Interview spricht die Nachfolgerin von Petra Banger über ihre neue Aufgabe, ihre Erfahrung und wie sie am besten abschalten kann.
Was zeichnet die Ambulante Demenzhilfe aus?
Angela Möger: Wir haben Zeit für die Betreuung und gestalten sie stets individuell. Das bedeutet, wir schauen immer wieder neu, was gebraucht wird und angegangen werden muss. Und vor allem, was die Menschen sich wünschen und ihnen Freude macht. Ohne jegliche Zeitvorgabe für einzelne Dienstleistungen und finanziert aus den Spenden, die wir als Bürgerstiftung Rheinviertel erhalten. Wir öffnen den Menschen mit Demenz wieder Türen und knüpfen ein Netzwerk aus vielen Hilfen, sodass sie möglichst lange daheim wohnen bleiben können. Außerdem ist unser starkes Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen etwas ganz Besonderes, worauf wir stolz sind. Nur deshalb können wir jede Woche bis zu 40 Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen und die wichtigen Angebote der Teilhabe im Stiftungstreff machen.
Koordinatorin der Ambulanten Demenzhilfe – was bedeutet das ganz konkret?
Angela Möger: Es sind sehr unterschiedliche Dinge zu tun wie zum Beispiel: Anfragen beantworten, Beratungsgespräche führen, Erstbesuche und Klärungen mit Angehörigen, Teamleitung für Haupt- und Ehrenamt, Einsatzplanung, Bürotätigkeit, Kontakte zu den Akteuren im Sozial- und Gesundheitswesen, unsere Kreativwerkstatt im Stiftungstreff, der Demenzpartner-Kurs. Außerdem begleite ich weiterhin Menschen mit Demenz im Stadtviertel. Es heißt jetzt für mich „Ärmel hochkrempeln“, sodass alle Aufgaben gut erfüllt werden. Darauf freue ich mich.
Wie hilft Ihre langjährige berufliche Erfahrung bei der neuen Aufgabe?
Angela Möger: Ich habe bei der Caritas Bad Neuenahr-Ahrweiler bereits als Koordinatorin für Demenzgruppenplanung im Ehren- und Hauptamt gearbeitet. Wir versorgten viele Familien und Klienten in der Häuslichkeit und in Gruppen, die mehrmals wöchentlich stattfanden. Für die Fluthilfe habe ich ebenfalls Gruppenangebote aufgebaut und koordiniert. Mein Berufsweg begann mit der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten in Bad Godesberg. 2010 folgte die Weiterbildung zur Fachwirtin für Ambulante Medizinische Versorgung, zehn Jahre später zur Ambulanten Pflegedienstleitung. Bevor ich zur Bürgerstiftung wechselte, habe ich noch nebenberuflich die Weiterbildung zur Gerontotherapeutin absolviert.
Wie sieht Ihre persönliche Entspannung nach der Arbeit aus?
Angela Möger: Ich liebe es zu schwimmen, wenn ich auch in letzter Zeit kaum mehr dazu komme. Aber da kann ich wirklich abschalten – und einfach untertauchen.
