Berufskollegs im Dialog mit erfahrenen Wirtschaftsmanagern
Authentische Einblicke in erfolgreiche Berufswege und hilfreiche Tipps für Orientierung, Bewerbung und Zukunftsplanung – dies waren die gesetzten Ziele unseres Jugendforums „Was ist mein Ding?“ für Schülerinnen und Schüler zweier Bonner Berufskollegs am 27. Februar 2026. Und der Plan ist sehr erfolgreich aufgegangen!
Im Dialog mit Dr. Ralph Wiechers, Vorstandsmitglied der Sana Kliniken AG, und Dr. Alex von Frankenberg, bis Herbst 2025 langjähriger Co-Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds, kam vieles zur Sprache, was junge Menschen aus dem Friedrich-List-Berufskolleg und dem Heinrich-Hertz-Europakolleg auf dem Weg in den Beruf umtreibt.
Am Anfang steht immer die Frage nach der richtigen Wahl – in diesen Zeiten schwieriger denn je. Der eindeutige Rat der Experten: Sich früh bewusst Ziele setzen, aber nicht starr daran festhalten, sondern den Kurs in einer dynamischen Welt anpassen. Jobmessen besuchen, KI nutzen und vor allem: Immer wieder mit Menschen ins Gespräch gehen und von ihnen lernen. Und dann: „Ideen haben und loslaufen“, so von Frankenberg.
Eindeutig auch das Plädoyer der erfahrenen Manager für lebenslange Offenheit: Man müsse die Chancenfenster, das was rechts und links vom Weg liegt, früh nutzen, zum Beispiel durch Auslandsaufenthalte: Wie arbeiten, denken, leben Menschen in anderen Kulturen? Es gelte, verschiedene Erfahrungen zu sammeln, die später zu einem Ganzen werden; „so wird man zu seinem eigenen Lebensunternehmer“, erklärte Wiechers.
Und wenn es schwierig wird? Aus einer für ihn unangenehmen Situation heraus habe Ralph Wiechers gelernt, dass nicht alles, was für einen selbst schlecht läuft, auf andere wie ein Fehler wirkt. „Immer das Positive herausnehmen.“ Alex von Frankenberg ergänzte über den Beginn seiner beruflichen Selbstständigkeit nach längerer Karriere bei Siemens: „Was sich im Moment falsch anfühlen kann, ist im Nachgang die richtige Entscheidung gewesen.“
Die beiden Referenten beantworteten viele Fragen und betonten die „Grundzutaten“ für den Erfolg: Lernwille, Neugier, Eigeninitiative. Außerdem gaben sie dem Nachwuchs je eine Botschaft mit: „Just do it!“ (von Frankenberg) und „10 Prozent Inspiration. 90 Prozent Transpiration“ (Wiechers).
Es war ein sehr lebendiger und konzentrierter Vormittag in den Räumen der Aktion Mensch in Bad Godesberg. Dort könnten die Jugendlichen ihren Berufsweg ebenfalls starten: Sie erhielten von Vorstand Björn Schneider direkt das Angebot, sich auf zwei offene Ausbildungsplätze zu bewerben.
Wir danken allen Beteiligten, allen voran den Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrerinnen für die souveräne Vorbereitung und intensive Diskussion. Außerdem den beiden Referenten für ihr Engagement sowie der Aktion Mensch für die Gastfreundschaft.





