Das Mausoleum von Carstanjen ist seit dem Sommer 2007 eine christliche Begräbnisstätte. Das einmalige Kulturdenkmal am Rhein gilt als unvergleichbar würdevoller Ort für die Beisetzung von Urnen. In der Krypta des Gebäudes finden die Toten ihre letzte irdische Heimat.
Für die Hinterbliebenen ist die Grabanlage, umgeben von einem idyllischen Park und dem freien Blick auf den Rheinlauf, ein trostvoller Ort der Trauer. Das Mausoleum gewährleistet mit der Verzeichnung der Namen der Verstorbenen in der Parkanlage, dass niemand der Anonymität des Todes überlassen wird.
Die Kirchengemeinde bewahrt die Erinnerung an alle Verstorbenen, indem sie ihrer 15 Jahre lang jeweils in der Todeswoche bei einer Messfeier gedenkt. Die „Bürgergrabstätte“ für jedermann ist damit eine liebevolle Antwort auf die Nöte vieler Menschen. Das Mausoleum von Carstanjen ist im Besitz der „von Carstanjen Stiftung“, einer Unterstiftung der „Bürgerstiftung Rheinviertel". Die Begräbnisstätte selbst wird von der Katholischen Kirchengemeinde St. Andreas und Evergislus geführt.
Der direkt am Rheinufer gelegene Kuppelbau des Mausoleums von Carstanjen wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die Familie von Carstanjen erbaut. Der tempelartige Bau liegt in einem weitläufigen Park, der von schmiedeeisernen Gittern umsäumt ist. Ein zweiteiliger, herrschaftlicher Freitreppenaufgang führt in die von ionischen Sandsteinsäulen umgebene obere Ringhalle.
Aus den verschiedenen ornamentalen Elementen ragen die halbplastischen Profilbüsten des Stifterehepaares Graf Adolf von Carstanjen († 1900) und Adele geb. vom Rath († 1905) heraus. Dominiert wird der Raum aber durch eine mächtige Bodenplatte mit der Aufschrift: „Denkt mit Liebe an uns – Adolf von Carstanjen – 1897“. Durch eine wappenverzierte Bronzepforte mit der Aufschrift „Sie ruhen in Frieden und wir folgen nach“, die zudem von zwei Säulenträge rinnen gesäumt wird, gelangt man in die Krypta. Unter der Kuppelwölbung mit Sternenornamenten finden sich insgesamt 22 Grabkammern und Gruftschächte. Nachweislich beigesetzt sind hier das Gründerpaar sowie drei weitere Mitglieder der Familie. Eine Grabplatte erinnert an den 2005 verstorbenen Stammhalter, Martin Graf von Carstanjen.
In der Rotunde des Mausoleums findet die Trauerfeier und der Abschied von den Verstorbenen statt. Während die Trauernden dort verbleiben, wird zum Ende des Bestattungsrituals die Urne in die Krypta herabgetragen und in einer Grabkammer beigesetzt.
Den Trauergottesdiensten stehen in der Regel die Heimatgeistlichen der Verstorbenen vor. Der Name der Verstorbenen und ihre Geburts- und Sterbedaten werden später auf Platten im Park verzeichnet. Der Park ist tagsüber, parallel zu den Öffnungszeiten der benachbarten Kirche, zugänglich. Das Mausoleum selbst wird nur zu Beerdigungen und Gedenkfeiern geöffnet. Die Grabanlage gilt sonst als Ruheort der Toten.
Die Urnen der Verstorbenen verbleiben mindestens 15 oder 25 Jahre in der Krypta, auch längere Ruhezeiten sind vereinbar. Ein Ankauf benachbarter Urnengrabplätze in der Krypta beispielsweise für Familien und Ehepaare ist möglich.
Nach Ablauf der vereinbarten Ruhezeit wird die Asche der Verstorbenen auf der Westseite des Mausoleums in der Parkanlage beigesetzt. Die Namen auf den Platten bleiben auch über diesen Zeitpunkt hinaus erhalten.
Die Preise für die Bestattungen im Mausoleum von Carstanjen orientieren sich an den Bestattungsgebühren der kommunalen Friedhöfe. Den Bürger des Rheinviertels kostet ein Urnengrabplatz einschließlich Beisetzung für 15 Jahre 1.155 €, für 25 Jahre 1.805 € zuzüglich der Kosten für die Nutzung der Rotunde und die Inschrift auf den Gedächtnisplatten (Stand 09/2007).
Für auswärtige Interessenten gibt es eine gestaffelte Gebührenordnung mit geringfügig höheren Preisen. Eine Reservierung von Grabplätzen und eine Vorsorgeregelung sind möglich.
Die Anwartschaft für eine Grabstätte mit einer Laufzeit von 15 Jahren kostet 1.000 €, für eine Grabstätte mit einer Laufzeit von 25 Jahren 1.500 €. Die eingezahlte Gebühr wird später mit den Kosten der Beisetzung verrechnet, die Zinsen fließen der Stiftung zu. Etwa 90 Prozent der Einnahmen, die aus dem Mausoleum erzielt werden, kommen den Projekten der „Bürgerstiftung Rheinviertel“ zugute.
Möchten Sie weitere Informationen oder einen Grabplatz im Mausoleum reservieren, wenden Sie sich bitte gerne an
Frau Nicole Lütke Brintrup
Tel 0228 368 24 25
e-mail:
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Verwaltung Mausoleum von Carstanjen
Pfarramt St. Andreas und Evergislus, Hardtstraße 14, 53175 Bonn
Sie wird Sie in einem persönlichen Gespräch gerne beraten
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